Dies Lunae, 26.05.08
Nachdem wir uns alle von den Strapazen des vorangegangenen Tages erholt hatten (Flug, Koffer schleppen, Rom erkunden), frühstückten wir alle topmotiviert und ausgeschlafen um 7.30 Uhr unsere Brötchen mit Marmelade und die leckeren Croissants.
Gestärkt machten wir uns dann auf den Weg, mit dem waghalsigen Ziel, Rom, die erste Weltstadt der abendländischen Geschichte,  zu Fuß zu erkunden.
Unsere Romtour begann in der Kirche St. Pietro in Vincoli, wo wir die Ketten des Paulus und den gehörten Moses von Michelangelo (1475- 1564) bestaunen konnten.
Anschließend liefen wir zur Trajan-Säule in der Nähe des Forum Romanum, wo uns er Herr Groll eine Challenge stellte: Wir mussten u.a. schätzen, wie viele Figuren auf der Trajan- Säule abgebildet waren, wie hoch sie ist und wie viele Stufen in ihrem Innern zu erklimmen wären.
Nachdem einige von uns bei der Challenge die Lorbeeren absahnen konnten, bestiegen wir in der Hitze Roms die gefühlten 1 000 Stufen des nach Aussage Herrn Grolls hässlichsten Bauwerks in ganz Rom: Der Schreibmaschine, die eigentlich das Nationaldenkmal für Vittorio Emmanuele II. darstellt. Oben angelangt hatten wir einen schönen Blick über Rom.
Als wir die ganzen Treppen wieder hinuntergelaufen waren, sahen wir uns der nächsten Herausforderung gegenüber: Noch mehr Treppen zu besteigen, um die Kirche Ara coeli zu begutachten, die das berühmte goldene Kind beinhaltet. Anschließend bekamen wir einige Interessante Details von Peter über den Capitolsplatz mit der Statue von Marc Aurel, bevor wir dann tatsächlich auf diesem Platz standen (dieser musste selbstverständlich auch wieder über Treppen erreicht werden, da der Capitolsplatz auf einem der sieben Hügel Roms liegt, auf einer Höhe von ca. 50m über dem Meeresspiegel).
Vom Kapitolsplatz ging es weiter zu einer Aussichtsstelle über dem Forum Romanum, wo einige von uns dem unglaublichen Angebot von 20 Postkarten für einen €uro nicht wiederstehen konnten.
Nach einer kleinen Erfrischung an einem Brunnen ging es wieder über den Kapitolsplatz, wo wir unsere nächste Challenge bekamen: Wir mussten den Weg zur Jesuitenkirche finden. Hätten wir Lena nicht dabei gehabt, würden wir wahrscheinlich immer noch in Rom umherirren, denn sie hat geistesgegenwärtig in perfektem Italienisch einen Mann nach dem Weg gefragt, der zufällig in die gleiche Richtung wollte und außerdem noch selbst Pater war. Jackpot! Angelangt in der Jesuitenkirche erfreuten sich die meisten von uns vor allem an den kühlen Temperaturen in der Kirche.
Draußen wurden wir wieder von der Hitze begrüßt, die uns auf unserem Weg zum Pantheon begleitete. Vor dem Platz des Pantheon wurden wir dann von einem Kamerateam überrascht, das offensichtlich einen Film namens „Duplicity“ drehte (Gerüchten zufolge soll Julia Roberts auch dort gewesen sein), doch war dies nicht unser eigentliches Ziel, denn wir wollten ja das Pantheon begutachten, was wir dann auch mit Staunen taten. Dort konnten wir nicht nur das riesige Loch in der Decke bestaunen, sondern auch das Grab von Rafael, bevor wir dann in unsere wohlverdiente Mittagspause entlassen wurden, die wir mit einer Challenge begannen. Denn jeder musste an die Piazza Navona finden, was wir dann auch selbstverständlich mit Leichtigkeit bewältigten. Dort bestaunten wir die Arbeit einiger Straßenkünstler, die Brunnen, u.a. von Giovanni Lorenzo Bernini (1598-1680), und die Seifenblasen der Inder, die dort ihre Seifenblasenpistolen verkauften.
Unser Weg führte uns weiter zum Trevi- Brunnen und schließlich zur Spanischen Treppe, bevor wir dann die wohl interessanteste Kirche besichtigten: Eine Kirche voll mit Totenköpfen und Knochen, frei nach dem Gedanken: Memento mori.
Mit diesen teils erschreckenden Eindrücken beendeten Herr Aich und Herr Groll das offizielle Programm für diesen Tag und unsere erste lange Tour durch Rom war geschafft.

Iterum Dies lunae
Morgens halb 8 in Rom…
Nun gut, nach unserer grandiosen Ankunft in der ewigen Stadt erwarteten wir doch wenigstens einen ewigen Schlaf….aber nicht mit unserer Hotelleitung. Um Punkt 7:30 Uhr mussten wir bereit zum Apell sein. Das hieß rechtzeitig aufstehen, denn so mancher Zimmerbewohner erwies sich als ausgiebiger Duscher (30 Minuten aufwärts, und ich spreche nicht von den weiblichen Klassenkameraden!) und leider auch noch als Frühaufsteher!! Somit traten im Endeffekt 70% der Zimmerbewohner nicht geduscht zum Frühstück an, was ein Camping-Feeling aufstiegen lies. So mancher verglich diese Verhältnisse sogar mit einem Leben im Schützengraben … Auch blieb uns lediglich eine halbe Stunde, um das für italienische Verhältnisse doch relativ ausgiebig ausfallende Frühstück (das aus einem Semmel, einem Croissant und ZWIEBACK bestand) mit echtem italienischen Espresso herunter zu spülen.
Unternehmungslustig wie wir ja alle waren (wie auch immer Herr Groll auf die [Schnaps-]Idee kam, uns so zu bezeichnen), zogen wir los, um uns sogleich auf ein paar Dutzend Touristenziele zu stürzen. Nachdem sich Herr Groll über sein Lieblings-Spottobjekt „die Schreibmaschine“ lustig gemacht hatte und uns überzeugen wollte, dass man als echter Kunstkenner niemals dieses Gebäude als schön bezeichnen darf, zogen wir weiter in Richtung Kapitol. Nun stießen wir auf die erste Erkenntnis über Rom: auch wenn man immer von den 7 Hügeln Roms spricht, bei dieser übertriebenen Hitze entpuppt sich schon die kleinste Erhebung als unerträglich … als erstes erklommen wir knapp 150 Treppenstufen um vor dem geschlossenen Tor einer Kirche zu stehen. Dort hatte man aber zugegebenermaßen einen traumhaften Blick auf das Kapitol zu unseren Füßen, was bedeutete: den gleichen Weg, den wir gekommen sind, wieder herunter klettern, um erneut Treppen steigen zu dürfen … naja, letztendlich erreichten wir unser Ziel und konnten uns etwas erholen.
Nun ging‘s zum Pantheon.  Unterwegs wurden wir Zeugen des italienischen Straßenverkehrs, bei dem man sich wirklich fragen muss, wie die Italiener es fertig bringen, niemanden zu überfahren…auch stellte sich die Frage, ob es in Italien überhaupt so etwas wie einen Führerschein gibt. Das Pantheon selbst war überwältigend, was man auch von unserem nächsten Ziel, dem Trevibrunnen, sagen kann. Dort fühlte man sich zwar wie auf der Ipfmesse, nur ohne Bier, jedoch überzeugte uns die geniale Architektur der Italiener…wer baut denn sonst schon ein halbes Schwimmbad und eine riesige Hausfassade und verkauft es als Brunnen??
Nach unserer nervenaufreibend(en) interessanten Besichtigungstour bekamen wir unsere erste Auszeit und frei für den restlichen Tag. Wir teilten uns in Gruppen und machten die italienischen Restaurants unsicher, wobei besonders eine Gruppe herauszuheben ist, die unser Stufa-Rom-Restaurant gefunden hatten: ein Menü für 12 Euro von dem selbst ein Ochse satt werden würde…und wir hatten Hunger für zwei!
Nach und nach trudelten dann die einzelnen Gruppen gegen 23 Uhr wieder im Hotel ein und wir verbrachten den ersten Abend im Hotel. Dabei wurde nicht nur gefeiert und gescherzt, sondern auch gesungen (seht zum Bemitleiden unserer beiden Begleitlehrer und der anderen Hotelbewohnern). Bis heute ist uns nicht klar, was uns mitten in der Nacht vom Zimmer gegenüber auf Italienisch in nicht allzu freundlichem Ton zugerufen wurde. Jedoch wurde ab diesem Zeitpunkt das Singen eingestellt.                Chris-Mario Buser

Dies Martis 27.05.08

Nach einem abwechslungsreichen Frühstück, zu dem wir uns wie jeden Tag um 7.30 Uhr einfinden mussten, begann wieder eine von Herrn Grolls einfallsreichen und unzähligen Challenges. Unsere Aufgabe war es auf uns allein gestellt die Spanische Treppe zu finden. Viele nutzten die Gelegenheit das römische Metronetz zu erkunden. Von der Spanischen Treppe aus begaben wir uns auf den langen Marsch Richtung Engelsburg. Dabei wählten wir den idyllischen Weg am Tiber entlang, der uns direkt zur Engelsbrücke führte. Von der Engelsburg aus hatten wir einen wunderschönen Ausblick über die ewige Stadt. Daraufhin ging es, wieder am Tiber entlang, auf direktem Weg zum Ara pacis. Dort durften wir zu unserer großen Freude neben dem Altar auch eine moderne Kunstausstellung von Mimmo Paladino bewundern. Über den Mittag hatten wir Zeit zur freien Verfügung, wobei wir uns um 14.30 Uhr wieder am Hotel einfinden mussten, um gemeinsam mit dem Bus zu den Katakomben zu fahren. Unter dem gewöhnungsbedürftigen Deutsch der Führerin („oilenlämpchenen“) ging es hinunter in die angenehme Kühle der Katakomben. Nach einer beschwerlichen Rückfahrt in einem mit Japanern völlig überfüllten Bus, durften wir noch die Lateran-Basilika besichtigen. Der weitere Spätnachmittag und Abend stand uns zur individuellen Gestaltung frei.

Tanja Feldmeyer, Katja Grumptmann, Barbara Humpf, Jens Jaumann, Simone Köhrle, Jakob Lang

Dies Iovis, 29. Mai 2008
Nach unserem allmorgendlichen Frühstück um halb Acht (auch heute wieder hatten ein paar von uns schon vorher eine Frühmesse besucht) hatten wir noch ein wenig Zeit, bevor wir uns alle um 9:30 Uhr am Petersplatz, genauer gesagt am rechten Brennpunkt des ovalen Petersplatzes treffen sollten (Challenge!).
Herr Aich und Herr Groll wiesen uns aber nochmals darauf hin, dass der Zutritt zum Petersdom nur in angemessener Kleidung möglich ist - mindestens knielang und schulterbedeckt.
Der Regen am heutigen Tag machte uns nichts aus- im Gegenteil: wir waren froh darüber, dass es dadurch zumindest nicht ganz so heiß war, wie an den letzten Tagen.
Nachdem wir fast alle pünktlich an unserem Treffpunkt angekommen waren, mussten wir zunächst eine Sicherheitskontrolle, ähnlich wie die am Flughafen, durchlaufen, bevor wir den Petersdom erreichen konnten.
Wir bekamen nun genug Zeit, um uns den Petersdom, die zweitgrößte Kirche der Welt, anzusehen. Der gigantischen Größe des Petersdoms (selbst der Kölner Dom würde dort hineinpassen) wurden wir uns aber erst so richtig bewusst, als wir oben von der Kuppel das Kircheninnere sahen.
Anschließend mussten wir den restlichen Aufstieg zur Spitze der Kuppel bewältigen, was wohl der anstrengendste Teil des Tages war. Oben wurden wir jedoch mit einer wunderbaren Aussicht über die Stadt belohnt.
Wieder unten angekommen, bekamen wir eine Stunde Freizeit und machten uns danach zum Vatikanischen Museum auf. Als es wieder anfing zu regnen, standen glücklicherweise schon mehrere geschäftstüchtige Inder bereit, denen wir einige Regenschirme abkauften, wobei Herr Groll für uns einen guten Preis aushandelte.
Das riesige Vatikanische Museum konnte jeder auf eigene Faust erkunden. Was sich aber bei all den vielen Kunstwerken, die es zu sehen gab, wohl jeder ansah, war die berühmte Sixtinische Kapelle, das absolute Highlight des Museums.
Hier war nun das offizielle Programm für diesen Tag zu Ende. Im Vatikan wurden noch die letzten Postkarten geschrieben und eingeworfen. Den restlichen Nachmittag nutzten die meisten, um Souvenirs zu kaufen.
Abends trafen sich dann nochmal alle, einschließlich Herr Groll und Herr Aich, in einer kleinen gemütlichen Pizzeria, die allein durch unsere Gruppe schon voll besetzt war. Dort konnten wir noch ein letztes Mal die leckere italienische Küche genießen.
Doch damit war der Tag noch nicht zu Ende, denn die meisten von uns trafen sich noch an der Piazza Vittorio Emanuele, einem kleinen Park in der Nähe unseres Hotels.
Die ziemlich eigenwilligen Tanz- und Gesangseinlagen, die einige nicht mehr ganz Nüchterne von uns dort darboten, bildeten ein Kontrastprogramm zu dem kleinen Open-Air-Konzert, das in dem Park stattfand, und zogen die Aufmerksamkeit vieler neugieriger Italiener auf sich.
Als um halb Zwölf der Park geschlossen wurde und wir zum Hotel zurückgingen, endete für uns der letzte Abend unserer Studienfahrt.
Anja Truckenmüller

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